Vier Zutaten, eine halbe Stunde
Glühwein-Gelee
Ein süßer Aufstrich mit Glühwein-Geschmack. Vier Zutaten, eine halbe Stunde, und er hält sich monatelang.
Süßer Brötchenaufstrich mit Glühwein-Geschmack

Auf den Frühstücksbrötchen schmeckt am Wochenende vielen Marmelade, Konfitüre, Honig oder Nuss-Nugat-Creme. Wie wäre es denn aber - gerade zur Weihnachtszeit - mit einem süßen Aufstrich mit Glühwein-Geschmack? Lecker! Und so einfach wird’s gemacht:
Zutaten
- 750 ml trockener Rotwein
- 50 g Diamant Glühweinzauber
- Gelierzucker 2:1
- 1 Zimtstange
- 2 Sternanis
- 2 Nelken
Zubereitung
Alle Zutaten in einen Topf geben und langsam erwärmen, dabei gelegentlich umrühren. Wichtig: die Flüssigkeit nur erhitzen und nicht kochen lassen! Nun den Topfinhalt langsam mindestens 2 Stunden abkühlen und ziehen lassen.
Anschließend die Flüssigkeit durch ein Küchensieb in einen großen Topf abgießen und mit Orangensaft auf 750 ml Flüssigkeit auffüllen. Gelierzucker (2:1) einrühren, einige Spritzer Zitronensaft hinzufügen und unter ständigem Rühren ca. 4 min (nach Packungsaufschrift) kurz aufkochen.
Zum Schluss das Glühweingelee in geeignete Gläser füllen.
Woran du erkennst, dass das Gelee fest wird
Die Packungsaufschrift nennt eine Kochzeit, aber die ist nur ein Anhaltspunkt. Ob es wirklich geliert, zeigt die Gelierprobe: Gib einen Teelöffel der heißen Masse auf einen kalten Teller und warte eine Minute. Bleibt der Tropfen stehen, statt zu verlaufen, ist das Gelee fertig. Läuft er noch, koch eine Minute weiter und probiere erneut.
Der Grund für diesen Umweg: Ein Gelee, das noch heiß im Topf ist, sieht immer flüssig aus. Beurteilen lässt es sich nur abgekühlt, und das kalte Teller ist die schnellste Abkühlung, die man in der Küche hat.
Gelierzucker 2:1 heißt: zwei Teile Flüssigkeit auf einen Teil Zucker. Bei den 750 Millilitern hier sind das also rund 375 Gramm. Nimmst du 1:1, wird das Gelee fester und deutlich süßer, und der Glühweingeschmack verschwindet dahinter. Umgekehrt gilt: Weniger Zucker als angegeben heißt weniger Gelierkraft, und dann bleibt Sirup übrig.
Ausbeute und Haltbarkeit
Aus 750 Millilitern Flüssigkeit plus Gelierzucker werden gut 1,1 Liter Gelee, also vier bis fünf Gläser mit je 250 Millilitern. Wenn du verschenken willst, rechne lieber mit kleineren Gläsern: Ein angebrochenes Glas gehört in den Kühlschrank und sollte in zwei bis drei Wochen leer werden.
Füll die Gläser randvoll und verschließe sie sofort, solange das Gelee heiß ist. Beim Abkühlen zieht sich der Inhalt zusammen, und der Deckel wölbt sich hörbar nach innen. Das Knacken ist das Zeichen, dass Unterdruck entstanden ist. Bleibt ein Deckel weich und lässt sich eindrücken, hat das Glas nicht geschlossen. Dieses Glas ist nicht verdorben, es muss nur zuerst gegessen werden.
Warum es nichts für Kinder ist
Beim kurzen Aufkochen verdampft ein Teil des Alkohols, aber längst nicht alles. Wie viel übrig bleibt, hängt von Kochzeit und Topf ab und ist in der Küche nicht zu messen. Deshalb gilt die einfache Regel: Das Gelee bleibt ein Erwachsenenaufstrich. Wer eine Fassung für Kinder will, nimmt statt Rotwein Traubensaft und würzt genauso.
Mein Tipp zum Sterilisieren: Ich befülle die sauberen Gläser mit heißem Wasser, nach kurzer Zeit gieße ich das Wasser aus und stelle die Gläser Kopfüber auf ein sauberes Geschirrtuch. Nicht abtrocknen! Die Deckel übergieße ich ebenfalls mit heißem Wasser in einer Schüssel oder einem tiefen Teller. Danach die Deckel zum Trockenen auf das Geschirrtuch legen.
Fertig!
Sind die Gläser auf Raumtemperatur herunter gekühlt, sind sie im Kühlschrank gut 8 Wochen haltbar - doch so lange sollen sie ja gar nicht halten. Für Kinder ist das Glühwein-Gelee natürlich nicht geeignet, da noch immer Alkohol im Erzeugnis steckt.
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