Der Untergrund entscheidet
Steht der Baum auf gewachsenem Boden, also im Beet oder auf dem Rasen,
ist ein Erdspieß die stabilste und billigste Lösung. Die Kraft geht in den Boden
statt auf eine Standfläche, und genau das macht bei Wind den Unterschied. Ein
Spieß im Erdreich hält, wo ein Standfuß längst umgekippt wäre.
Steht er auf Terrasse, Balkon oder Pflaster, bleibt nur das Gewicht.
Dann zählen zwei Maße: das Eigengewicht des Ständers und die Breite seiner
Standfläche. Ein schmaler, schwerer Fuß ist schlechter als ein breiter, leichter.
Der zweite Punkt ist das Material. Kunststoff wird bei Frost spröde, und
Mechanik, die sich im Warmen leicht bedienen lässt, klemmt bei minus zehn Grad.
Deshalb sind draußen die einfachen Bauarten im Vorteil: Stahl, Guss, ein Spieß.
Für gewachsenen Boden gibt es die saubere Lösung als fertiges
Produkt, sie steht nur selten in den Christbaumregalen: ein
Schraubfundament. Das ist eine verzinkte Bodenhülse, die mit einer
Stange ins Erdreich eingedreht wird, ähnlich einem übergroßen Korkenzieher.
Darauf kommt der Ständer und wird verschraubt. Krinner führt das als
Outdoor-System, angegeben bis 3,50 Meter Baumhöhe bei 15,8 Kilogramm
Eigengewicht - die Hülse selbst und die Eindrehstange gibt es auch einzeln
für zusammen etwa 35 Euro.
Der Vorteil gegenüber einem eingeschlagenen Spieß: Ein eingedrehtes
Fundament sitzt über die ganze Länge im Erdreich und kann nicht seitlich
wandern. Der Nachteil ist derselbe wie beim Spieß - eindrehen lässt es
sich nur, solange der Boden nicht gefroren ist. Wer im Dezember anfängt,
ist zu spät dran.